The Making-of Wikis

Wie entstehen Wikis?

(Autor: Erik Kiefer)

In einem Wiki zum Thema "Grundlagen der Anlageberatung und des Wertpapierhandels" haben 33 Studierende in Gruppenarbeit alle wesentlichen Themengebiete aufgearbeitet und nach dem Vorbild von Wikipedia zusammengetragen. Das Wesen von Wikis besteht darin, dass Wissen und Fakten auf einzelne anschauliche Kurzbeiträge verteilt sind, die untereinander in sinnvollem Zusammenhang stehen. Um gute Wikis zu erstellen, muss eine schlüssige Themenstruktur gefunden, die Fakten sorgfältig recherchiert, ein durchgängiger Schreib- und Darstellungsstil gefunden und auch noch die technische Umsetzung beherrscht werden. In diesem Wikibeitrag "The Making-of" möchte ich zeigen, wie unsere Gruppe dabei vorgegangen ist.

In unserer Gruppe haben wir uns zunächst zusammengesetzt und erste Brainstorming-Ergebnisse zu wichtigen Aufgabengebieten zusammengetragen:

Für das Schreiben der Texte haben wir uns für unsere Gruppe einige wenige Leitlinien überlegt, an denen wir uns alle orientieren wollten, damit die Zielgruppe des Wiki - die neuen Studierenden des dualen Bankstudiums an der DHBW Mosbach -, diese Texte möglichst gut verstehen kann.

Damit alles auch rechtzeitig fertig wird, haben wir uns gleich zu Beginn einen klaren Projekt- und Ablaufplan ("Wer macht was mit wem bis wann"?; siehe unten) verordnet. Um genügend Puffer zu haben, sollten alle Texte mehr als eine Woche vor dem eigentlichen Endtermin fertig und hochladebereit sein. Wir haben in unserer Sechsergruppe die Fachthemen der Gruppe auf drei Zweierteams aufgeteilt. Zudem legten wir fest, wer sich um die Koordination des Projekts und die Technik kümmert.

Jedes Teammitglied hat dann seine Themenbereiche individuell bearbeitet. Im Zweierteam konnte dabei aber immer wieder Rücksprache gehalten werden, welche Inhalte wichtig sind und wie man verschieden Thematiken optimal darstellt. Die Verteilung der Inhalte auf Zweierteams hat sich als sehr nützlich erwiesen, denn so konnte jeder effektiv an seinen Themen arbeiten. Zugleich war aber auch ein Partner an der Seite, der ebenfalls tief im Thema eingearbeitet ist und oft wichtige und nützliche Tipps geben konnte.

Bei fast jedem Termin haben wir eine Gruppenrunde in Vollbesetzung abgehalten und jedes Gruppenmitglied hat kurz berichtet, woran gerade gearbeitet wird und ob man sich terminlich "im Plan" befindet. Dadurch war die ganze Gruppe immer auf dem aktuellen Stand, wir konnten Fragen klären und den Zeitplan bei Bedarf anpassen. Unseren Zeitplan, die Dateien und die "To-Dos" haben wir bei OneNote gespeichert, damit alle ständig per Link Zugriff auf den aktuellen Stand hatten.

Inhaltlich haben wir uns dann zunächst in die Themen eingearbeitet und bei überlappenden Themenbereiche besprochen, bei wem die Bearbeitung am sinnvollsten aufgehoben ist, damit nicht unnötig Doppelungen auftreten. Wenn Themenbereiche gut und durchdacht abgegrenzt sind, merkt das der Leser daran, dass er verlinkte Texte sehr einfach "weiterlesen" kann. Damit dieses Lesererlebnis gelingt, ist es sehr wichtig, dass gut innerhalb der eigenen Gruppe, aber auch mit den anderen Gruppen kommuniziert werden muss.

Jeder hat dann seine Themen individuell erarbeitet - unter Beachtung der gemeinsam erarbeiteten Stilvorgaben. Für die Recherche haben wir sowohl Beiträge und Videos aus dem Internet als auch Bestände der Bibliothek gut nutzen können.

Parallel dazu hat sich ein Teil unserer Gruppe mit der Planung beschäftigt, denn es kamen Fragen auf wie z.B. „Wo kriegen wir Infos über das Hochladen auf Moodle her?“ oder „Ist es urheberrechtlich überhaupt zulässig, Videos aus YouTube einfach im Wiki hochladen?“

In unserer internen Gruppenrunde haben wir uns immer kurz über den aktuellen Stand der Teammitglieder ausgetauscht und die nächsten Aufgaben besprochen. Dadurch konnten wir schnell reagieren, wenn sich z.B. das Themengebiet einer Zweiergruppe als zu mächtig entpuppte. Gemeinsam haben wir dann auch alle Texte gelesen und besprochen. Zudem haben wir die Texte auch "echten" Abiturienten zum Lesen gegeben, um Anregungen von dieser Zielgruppe für den "Textfeinschliff" zu erhalten. Danach haben wir Texte nach und nach in das Wiki hochgeladen und immer weiter verlinkt, damit ein wissenswertes Netzwerk für Euch - die neuen Bankstudierenden an der DHBW Mosbach - entsteht.

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